Begeisterung für das Golden Gate Quartet
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Lüneburg: Seit Monaten liefen die Vorbereitungen für die beiden Konzerte mit dem weltberühmten Golden Gate Quartet in der St. Nicolaikirche. Der "rote Teppich" war ausgerollt und nun waren sie endlich da, die vier großartigen Sänger und ihre Begleitband. Angereist einen Tag vor den Konzerten, blieb den Künstlern genügend Zeit, sich auf die Tage in Lüneburg einzustimmen.
Beim Empfang im Rathaus durch den zweiten Bürgermeister der Stadt zeigten sich Clyde Wright, Paul Brembly, Frank Davis, Anthony Davis, Pascal Riuo, Joel Rocher, Francois Terry und als Begleitung Gislaine Gemong von der Geschichte Lüneburgs sehr beeindruckt. Der spontanen Einladung in der Altstadt restaurierte Häuser auch von innen anschauen zu können, sind die Künstler nur allzu gern gefolgt.
Ganz besonders berührt zeigten sich die Sänger von der Ehrung, die ihnen am Samstagmorgen in der St. Nicolaikirche zuteil wurde. Dem Golden Gate wurde die 133igste Stufe der Turmtreppe gewidmet. Mit einem Eintrag in das silberne Buch der Kirche bedankten sich die Künstler für diese Geste der Wertschätzung.
Das Publikm empfing das Quartet mit Begeisterung. Seine Erwartungen, Gospelmusik in seiner traditionellen Form vollendet und mit Esprit vorgetragen zu erleben, wurde in jeder Hinsicht erfüllt.
Für die passende Einstimmung auf den Abend sorgten der Lüneburger Gospelchor unter der Leitung von Eggo Fuhrmann und die Wegbereiterin der Gospelmusik in Norddeutschland Janice Harrington.
Die Faszination, die das Golden Gate Quartet auch heute noch auf die Zuhörer und Zuhörerinnen – nicht nur auf die, die sie bereits vor vielen Jahren erlebt haben – ausübt, spiegelt sich am Besten im Grußwort des Oberbürgermeisters und in den folgenden Kommentaren wieder:
Grußwort
Rhythmisch, kraftvoll und stimmgewaltig - so präsentiert sich der Lüneburger Gospelchor seit nun 15 Jahren einem begeistertem Publikum. Mit seinen Auftritten quer durch die Republik und im benachbarten Ausland hat sich der Chor auch über Lüneburgs Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Ich gratuliere dem Gospelchor Lüneburg im Namen von Rat und Verwaltung der Hansestadt sehr herzlich zum Jubiläum.
«Gospel trifft dich in der Seele» heißt es. Dieser Satz erklärt sehr schön die Faszination der afroamerikanischen Musik. Dass der Gospel sein Publikum stets in das Geschehen mit einbezieht – es darf mitgeklatscht und getanzt werden -
trägt ebenso zur Begeisterung bei. Schon in der ersten Minute eines Konzerts springt der Funke über und verbindet Chor und Zuhörer auf einzigartige Weise.
Der Lüneburger Gospelchor kann im wahrsten Sinne des Wortes «ein Lied davon singen». Mit einem so umfangreichen Repertoire und großer Erfahrung wundert es nicht, dass er längst eine Lüneburger Institution ist, eine Bereicherung des kulturellen Lebens unserer Hansestadt. Dafür danke ich Ihnen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin eine spannende und erfolgreiche musikalische Arbeit.
Mit freundlichem Gruß
Ulrich Mädge
Oberbürgermeister
Hansestadt Lüneburg
Das Golden Gate Quartett in Lüneburg
Ein Hörgenuss der besonderen Art
Die Stimmung am Abend des 14. März 2009 in der St. Nicolai-Kirche in Lüneburg war bis zur letzten Minute vor Konzert-beginn gespannt: wie würde es sein, den Gospel-Legenden – den vier Sängern des Golden Gate Quartetts – live zu begegnen? Bevor es allerdings dazu kam, erlebten die gut 500 Besucher einen wundervollen Auftritt des Lüneburger Gospel- und Spiritualchors.
Der Leiter des Lüneburger Gospelchors, Eggo Fuhrmann, ließ seine Sängerinnen und Sänger unter großem Applaus einmarschieren. Wer den Lüneburger Gospelchor von früheren Auftritten her kannte, wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil. Die Auswahl der Lieder und die Erläuterungen von Eggo Fuhrmann zeigten, dass sich der Chor weiter entwickelt hat und dass die Sängerinnen und Sänger sich mit dem Gospel identifizieren – und dies in ihrer Darbietung glaubhaft machen. Eine bessere Einstimmung auf den Höhepunkt des Abends hätte sich das Publikum nicht wünschen können. Eines war allerdings in diesem Teil des Konzerts schade: Gründerin des Chores und Initiatorin der Gospelmusik in Lüneburg, Janice Harrington, hielt zwar eine lebendige Rede zum Anlass des Konzertes und sang auch, aber jeder hätte sich doch ein Lied mehr von ihr gewünscht, zum Beispiel mit „ihrem“ Chor zusammen.
Nach der Pause war es dann soweit: das Golden Gate Quartet trat zusammen mit seinen Musikern auf. Die Ausstrahlung dieser vier Herren ist ab dem ersten Ton unglaublich. Schon mit dem ersten Stück – a-capella gesungen – zogen sie die Zuhörer in ihren Bann.
Durch die abwechslungsreichen Stücke, die das Golden Gate Quartet, zum Besten gab, führte Clyde Wright. Mit seinem Charme und Witz hatte er die Zuhörer schnell auf seiner Seite. Als er auch noch, immerhin ist er über 80 Jahre alt, einen Rap um die Bibelgeschichte von Jakobs Sohn Joseph ankündigte, war es in der Kirche mucksmäuschen still. Was dann folgte, ließ die Zuhörer zuerst staunen, dann jubeln: Gospel als Rap hatte noch niemand vorher gehört. Spätestens jetzt war auch das jüngere Publikum von Clyde Wright und seinen Freunden restlos begeistert.
Als dann Bass Anthony Gordon anfing zu singen, ging ein Raunen durch die Kirche: Wer hat je eine so tiefe, wohltönende Stimme zu Gehör bekommen? Aber auch die anderen beiden Mitglieder des Golden Gate Quartets, Paul Brembly und Frank Davis, zeigten, dass jedes Mitglied dieses Quartetts die Qualität, das Talent und die Präsenz eines Solo-Sängers hat. Als zum Ende dann auch noch „Oh Happy Day“ zusammen mit dem Lüneburger Gospelchor erklang, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen: es wurde mitgesungen und geklatscht und nach minutenlangen Standing Ovations waren zwei Zugaben fällig.
Der Lüneburger Gospelchor, Janice Harrington und ganz besonders natürlich das Golden Gate Quartet mit seinen Stimmen und das von keinem anderen Quartet erreichte Niveau trugen dazu bei, dass dieser Abend noch lange im Ohr und im Gedächtnis bleiben wird. Mein Dank gilt daher dem Konzertbüro Koops, das dieses Erlebnis möglich gemacht hat.
Katrin Burkhardt
Freie Journalistin und Geschäftsführerin der Text- & Bildmanufaktur, 29471 Gartow
Liebe Frau Koops,
Die beiden Veranstaltungen im März mit dem "Golden Gate Quartet" waren viel mehr als zwei Konzerte. Wer seine Seele spürt, war tief berührt von dem, was und wie Clyde Wright, Paul Brembly, Anthony Gordon und Frank Davis uns in's Herz hinein gesungen haben. Für unsere Nicolaikirche ein echter Glücksfall, war sie doch weit mehr als ein sehr gut besuchter Konzertraum. Diese Musik in der 600 Jahre alten Kirche - großartig!
Elke Koops und Eggo Fuhrmann ist herzlich zu danken, dass es Ihnen gelungen ist, diesen Höhepunkt zu realisieren.
Wir sind sehr erfreut auch über die sehr gute, professionelle Organisation von Elke Koops. Die Zusammenarbeit war eine Freude. Danke.
Eckhard Oldenburg, Pastor, St. Nicolaikirche
Das war ein ganz toller Abend! .. Wir haben die Stimmen der Stars sehr genossen! Wir hatten kurzfristig schon mit dem Gedanken gespielt auch zum Samstag Konzert zu kommen!!!!
Katja und Volker Thiem, Riestedt
Vielen Dank für dieses einmalige Konzert. Die Anreise aus Berlin hat sich absolut
gelohnt!! Auch die Jungs waren total begeistert, vor allem von dem Rap-das hat ja
Kultpotential!! Und die Bassstimme hat ja wirklich die Kirchenwände zittern lassen.
Golden Gate muss unbedingt auch ganz bald mal nach Berlin kommen-so etwas gibt es selbst hier nicht oft.
Andrea, Sven, Jasper, Louis und Nathan Johns, Berlin